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Optimales Trading
Wie Sie die besten Tradingerfolge erzielen
Von Curtis Faith
In seinem neuen Buch, "Optimales Trading ", zeigt Faith dem Leser, warum die menschliche Intuition ein unglaublich wertvolles Trading-Werkzeug ist. Denn nur die Intuition ist in der Lage, Tausende von Informationen gleichzeitig zu erfassen und zu verarbeiten, was mit dem bewussten Verstand niemals möglich wäre. Der Autor beschreibt, wie man mittels Intuition erfolgreiche und gute Entscheidungen beim Trading treffen kann. Er zeigt dem Leser, wie man seine Intuition trainiert und schärft und wie man lernt, der "inneren Stimme" zu vertrauen. Legendäre Trader wie Jesse Livermore und Steven Cohen haben es vorgemacht. Nach der Lektüre dieses Buchs können auch die Leser ihre analytischen und intuitiven Fähigkeiten zusammen gewinnbringend nutzen.
George Soros nutzt das Bauchgefühl
George Soros, einer der größten lebenden Trader, tradet aus dem Bauch heraus. Er hat sich zum Beispiel ausführlich über das Verhältnis zwischen seinen Rückenschmerzen und seinen Trading-Entscheidungen geäußert. In seiner Autobiografie Soros on Soros schrieb er: "Ich verlasse mich sehr stark auf animalische Instinkte. Als ich meinen Fonds noch aktiv managte, litt ich unter starken Rückenschmerzen.
Ich verstand die akuten Schmerzen als Warnsignal, dass in meinem Portfolio etwas nicht stimmte. Die Rückenschmerzen sagten mir nicht, was genau nicht stimmte, Sie wissen schon: der untere Rückenbereich steht für Short-Positionen, die linke Schulter für Devisengeschäfte, aber sie teilten mir doch mit, dass ich nach Fehlern suchen musste. Ansonsten hätte ich das wohl nicht getan."
Der Inhalt des Buchs
Die ersten Kapitel des Buchs stellen eine sehr gute Ausgangsbasis für Trader ohne psychologisches Hintergrundwissen dar. Besonders empfehlenswert sind die Ausführungen des Autors, die sich mit der Heuristik der Urteilsfindung (im Volksmund: "Faustregeln ") und ihre Auswirkungen auf das Trading befassen. Faith rät dem Leser, sich eingehend mit diesen Faustregeln zu beschäftigen, denn sie sind für Entscheidungen beim Trading sehr wichtig. Auch einige andere besonders interessante Themen werden in den ersten Kapiteln des Buchs behandelt: die Unterschiede zwischen der rechten und der linken Gehirnhälfte, Gruppenphänomene und ihr Einfluss auf das Trading, neuronale Netze, Intuition und die Gefahren der Intuition.
Der Autor betont in diesem Buch immer wieder, dass man seine Instinkte trainieren muss, um die besten Resultate zu erzielen. In den Kapiteln 6 bis 8 wird dem Leser gezeigt, wie man sein Gehirn trainieren kann, um ein intuitiver Trader zu werden. Die letzten Kapitel des Buchs beschäftigen sich mit einigen wichtigen und allgemeinen Themen, die mit Trading und Intuition zu tun haben. Faith schreibt über Bereiche bezüglich Rücktests und Intuition, einschließlich einiger neuartiger Ideen zum Thema, wie man bestimmen kann, ob ein selbst entwickeltes Trading-System wirklich von Nutzen ist. Zudem erfährt der Leser, wie man das Gleichgewicht zwischen Intuition und Intellekt herstellt und wie man ein Leben als Meistertrader führt.
Beispiele für die verschiedenen Ebenen der Intuition
Das Buch glänzt mit zahlreichen Beispielen aus der täglichen Trading- Praxis, wie man die Intuition gewinnbringend einsetzen kann, auf welchen verschiedenen Ebenen die Intuition wirksam ist und wie man die eigene Intuition schrittweise entwickeln kann. Trotz aller Fortschritte der Computerwissenschaften in den letzten 50 Jahren kommt noch immer kein Computer einem menschlichen Gehirn nahe. Curtis Faith und Van K. Tharp traden zum Beispiel gern effiziente Aktien (Aktien in einem stabilen Trend mit sehr wenigen "Nebengeräuschen").
Ein Aktienkurs, der in einem 45-Grad-Winkel ansteigt wäre das perfekte Beispiel einer effizienten Aktie. Doch beide Trader haben noch nie eine Aktie gesehen, die einen derartigen Kursverlauf zeigten. Die meisten Aktien, die sich in einer Trendbewegung befinden, zeigen eine Menge Rückschläge im Chart, und diese Rückschläge repräsentieren letztlich die Nebengeräusche in einem Trend.
Obwohl sich Faith und Tharp sehr bemühten, war es fast unmöglich, eine Software zu programmieren, die die effizientesten Aktien zeigte. Das Beste was sie bislang zustande gebracht haben, war die Zusammenstellung einer Liste von Aktien. Und noch immer müssen sie sich den Chart jeder einzelnen Aktie anschauen, um die effizienten Titel zu ermitteln. Jeder Mensch mit einem funktionierenden Gehirn kann sich durch bloße Durchsicht die effizienten Aktien heraussuchen. Ein Computer kann das nicht. Das Trading derart visueller Kursmuster nennt man oft eigenständiges Trading, und dabei handelt es sich um den ersten Schritt zur Intuition.
Die zweite Form der Intuition hilft einem bei einer Vielzahl von Daten. Die Menge an Informationen, mit denen das Gehirn konfrontiert ist, verdoppelt sich in etwa einmal jährlich, vor allem seit es Computer und das Internet gibt. Der bewusste Verstand kann allerdings nur etwa sieben Informationseinheiten gleichzeitig verarbeiten plus oder minus zwei Einheiten. Wenn man verstehen will, was das bedeutet, kann man eine einfache Übung ausprobieren. Man soll jemanden eine lange Liste von Zahlen aufsagen lassen, während man selbst die Hand erhoben hat. Wenn man sich nicht mehr alle Zahlen merken kann, soll man seine Hand senken. Wenn man sich nicht mit fortgeschrittenen Gedächtnistechniken beschäftigt hat, kann man sich etwa fünf bis neun Zahlen merken das ist exakt im Rahmen der normalen menschlichen Gedächtniskompetenz.
Was aber passiert, wenn man es mit Tausenden oder Millionen verschiedener Informationen zu tun hat? Man wird Heuristiken ("Faustregeln") entwickeln, man könnte das auch mentale Abkürzungen nennen, um mit der Situation zurechtzukommen. Es gibt viele berühmte Heuristiken, die in den vergangenen 20 Jahren von Psychologen dokumentiert worden sind, und Faith versteht es sehr gut, die Rolle dieser Heuristiken beim Trading zu dokumentieren.
Eine dritte Form der Intuition erwächst aus dem vollständigen Verständnis einer Aufgabe und einer großen Menge an Erfahrung. Auf irgendeine Weise verstehen es Menschen mit entsprechender Erfahrung, Chancen und Gefahren aufzuspüren, auch wenn sich sonst niemand vorstellen kann, wie sie das geschafft haben. Auf irgendeine Weise wissen Trader, die diese Art der Intuition entwickelt haben, dass der Markt seine Richtung verändern wird, und sie können schnell aussteigen. Und manche spüren auch, wann sich eine außergewöhnliche Chance ergibt.
Das perfekte Timing von John Templeton
Zum Beispiel wendete John Templeton einen großen Teil seines Vermögens auf, um Dotcom-Aktien Anfang 2000 zu verkaufen. Im Lauf der späten 1990er Jahre hatten viele die grundlegende Logik Templetons verstanden: Das Business-Modell der Dotcom- Aktien rechtfertigte die enorm hohen Aktienkurse nicht. Wenn man allerdings sechs Monate zuvor diese Logik einsetzte und die Dotcoms leer verkaufte, dann musste man die Leerverkäufe entweder mit Verlust glattstellen oder enorme Rückschläge aushalten. Templetons Timing war makellos. Wie konnte er wissen, wann er die Dotcoms leer verkaufen musste? Intuition. Ähnliches ist auch anderen Börsinanern 1929, 1987 oder an anderen wichtigen Wendepunkten der Börse gelungen. Das Timing war absolut erstaunlich, und die einzige Erklärung dafür ist Intuition.
Curtis Faith
Optimales Trading
Wie Sie die besten Tradingerfolge erzielen
280 Seiten
ISBN 978-3-89879-587-6
Preis: 24.95 €
FinanzBuch Verlag, München 2010
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